Und viele können es immer noch nicht fassen. Doch der Siegeszug ließ sich nicht aufhalten: Bereits drei Wochen nach dieser ersten Begegnung, am 8. Mai 1994 (es war Muttertag), spielten Schober und Trenk im heimischen Garten ihren ersten gemeinsamen Song „Heut' bleibt Mutti einfach liegen“. Obwohl „Die Papi’s“ nicht jedermanns Qualitätsansprüchen genügten, bekamen sie immer wieder die Gelegenheit, ihr musikalisches Können zur Diskussion zu stellen. Am 7. August 1994 war es endlich soweit: Beim 75. Geburtstag von Herbert Mies traten Jürgen Schober und Manfred Trenk erstmals unter ihrem neuen Namen auf: „Die Papi’s“ waren geboren! Der berühmten „Bergheimer Session“ von 1995 (Schober und Trenk nahmen in 40 Stunden 65 Lieder auf, unter anderem die späteren Hits „Null zu Eins für die Liebe“, „Ein Stück weit geil“ und „Sandro, der Junge mit den grünen Sandalen“) folgte im August 1997 endlich die erste Platte: das Debütalbum „Emotional“. Die Jahre von 1997 bis 2005 waren wohl die erfolgreichsten in der Karriere von „Die Papi’s“. Vater des Erfolgs war Klaus Dremel: Der damalige Radiomoderator wurde durch eins der 500 verkauften Exemplare von „Emotional“ auf „Die Papi’s“ aufmerksam, nahm die beiden unter seine Fittiche und führte sie als Manager fortan an die Spitze aller Rekordlisten. Sämtliche Stationen des Erfolgs aufzuzählen, würde selbst hartnäckige Fans von „Die Papi’s“ langweilen, denn lange gehörten goldene Schallplatten und neue Umsatzrekorde zum ganz normalen Alltag von Schober und Trenk:
Im Winter 2005 reisten Schober und Manfred Trenk nach Amerika – eine Reise, die im Nachhinein der Karriere von „Die Papi’s“ alles andere als gut getan hat!
Was im Winter 2005 genau passierte, und warum sich die Ereignisse in der Folge dann dermaßen überschlugen, darüber lässt sich bis heute nur spekulieren. In ihrer Biographie „Giganten der Zärtlichkeit“ erzählen Jürgen Schober und Manfred Trenk erstmals, was damals wirklich geschah, welche Rolle Manager Klaus Dremel spielte und wie groß ihr eigener Anteil an den unerfreulichen Vorfällen war. Doch den Fans ist egal, wer „damals“ Schuld war – für sie zählt nur, dass „Die Papi’s“ wieder da sind! Auch wenn sich die ganz großen Erfolge nicht mehr einstellen und die Konzerte des Duos längst nicht mehr so gut besucht sind wie zu ihren besten Zeiten, so sind auch die späten Werke – ob „Feierabend“, „Chapeau!“ oder auch die späte Nummer-1-Single „Engel in Weiß“ - eindeutige Hinweise darauf, dass mit „Die Papi’s“ auch heute noch zu rechnen ist! |